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plugilo bringt Produktdaten zusammen "Tinder für Daten"

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Einheitliche, stets aktuelle und überall gleiche Hersteller-Produktdaten sind nicht nur für Online-Käufer hilfreich, sondern auch für Distributoren und Händler. Die von Michael Mohr gegründete plugilo-Plattform kann sie sammeln und zentral bereitstellen. Die ersten Distributoren sind schon mit dabei. Jetzt suchen Mohr und Partner Michael Urban weitere Partner.

Wenn einer was von Daten versteht, dann ist es Michael Mohr. Er gehörte mit seiner schon 1993 gegründeten Firma DCI zu den Pionieren dieser Branche. Schon damals bereitete DCI Produktdaten für Retailer, Etailer und Handel auf.

DCI ist quasi die Mutter von plugilo. Die DCI Group existiert heute nur noch als Holding. Die E-Commerce-Aktivitäten hat Mohr inzwischen in die in den USA gegründete plugilo eingebracht, mit der er „eine neue Erfolgsstory” schreiben will.

plugilo sammelt, vereinheitlicht und normalisiert Produktdaten und speichert sie in einer zentralen Datenbank. Das geschieht KI-gestützt und hochautomatisiert. Die Daten können aus allen möglichen Quellen stammen, zum Beispiel von Distributoren, aber auch von Herstellern. Und sie können in allen Formaten vorliegen, wie CSV, API, Screen Scraping und sogar aus PDF-Dateien.

Die Hersteller können diese Daten modifizieren oder aktualisieren und schließlich die Datenquelle als zuverlässig zertifizieren. „Schließlich sind die Hersteller die Besitzer der Produktdaten und müssen die Hoheit über ihre Daten behalten“, erklärt Michael Mohr im Gespräch mit connect professional.

Aus dieser Datenbank speisen sich dann Online-Shops und Plattformen. Von den Daten profitieren auch die Distributoren und deren Kunden aus dem Handel. Denn denen kann der Distributor künftig Hersteller-zertifizierte Daten für ihre ERP-Systeme und Onlineshops zur Verfügung stellen.

Aktueller Datensatz in Echtzeit

Vor zwei Jahren stieg Michael Urban bei plugilo ein. Er kennt als langjähriger Top-Manager in der Distribution das Thema Produktdaten aus der Praxis. Der einstige Actebis-Chef war danach unter anderem bei Tech Data und bis Ende 2024 beim Broadliner TD Synnex in Führungspositionen tätig.

Von ihm kam die Idee nicht nur B2B-Kunden und Channel, sondern auch Endkunden mit einzubinden. Denn Distis wie auch Hersteller machen viele Aktionen für Endkunden. Wenn ein Kunde kaufe, sei aber nur schwer feststellbar, woher der Lead kam, so Urban. Über die plugilo-Plattform sei das aber jederzeit nachvollziehbar.

Eine Reihe von Distributoren, Shops, Hersteller und Publisher sind bereits mit dabei. Sichtbar ist das an dem kleinen plugilo-Stecker, mit dem auf deren Webseiten oder Shops bestimmte Artikel markiert sind. Klickt ein Kunde darauf, öffnet sich eine Datenkarte mit allen Produktdaten. Die Karten lassen sich in einem Dock sammeln. Die Mastercard ist immer aktuell und zeigt in Echtzeit den Datensatz. Und sie ist Shop-übergreifend verfügbar.

Wenn ein Kunde die Karte zieht und kaufen will, kann der Hersteller festlegen, an welchen Shop er weitergeleitet wird, an seinen eigenen oder Media-Markt oder einen Partner

Ein Reseller könne plugilo in 15 Minuten auf seiner Webseite einbauen, verspricht Mohr. Der Service ist bis zu einem bestimmten Datenvolumen kostenlos. Erst bei großen Datensätzen fallen Gebühren an

AI Bot „Pluggy” legt die Karten

plugilo bietet darüber hinaus zusätzliche Services an, etwa die Daten eines Herstellers aufzubereiten. Bedarf sieht Mohr dafür jede Menge: „Viele Hersteller haben katastrophale Daten”.

Neuestes Flaggschiff-Produkt soll „pluggy” werden. Der AI Bot hilft beim Verkauf. Wenn ein potenzieller Käufer die Künstliche Intelligenz nutzen möchte, um nach einem Produkt zu suchen, dann zieht „Pluggy” die passenden Karten für ihn.

Pluggys Vorteile: Der Berater-Bot ist nicht auf einen Shop begrenzt. Und er lernt mit. Sein Eigentümer kann ihn nach seinen Wünschen und Vorlieben trainieren. Gerade Systemhäuser, die schwer Berater bekommen, kann pluggy unterstützen, indem er beispielsweise deren Kunden bei der Produktsuche berät.

Die Plattform steht, der AI Bot ist einsetzbar und auch ein Partnerportal sei bereits etabliert, berichten die beiden. Jetzt wollen sie loslegen. Die letzten Jahre habe man nur aufgebaut, so Mohr. Jetzt beginne das Go-to-Market.

Und natürlich wollen sie weitere Partner für plugilo gewinnen. Die Distributoren Api und seit kurzem Littlebit sind bereits dabei. Mit weiteren Händlern und Herstellern sei man bereits in Verhandlung.

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